Umsatz, Ertrags- und Finanzlage im Überblick

3. Quartal 2016

Der Konzernumsatz stieg im 3. Quartal 2016 währungs- und portfoliobereinigt (wpb.1) um 3,5 % auf 11.262 Mio. € (nominal2: +2,3 %). Davon entfielen 1.170 Mio. € auf Deutschland.

Pharmaceuticals erzielte wpb. einen erfreulichen Umsatzzuwachs von 7,6 % auf 4.152 Mio. €. Die starke Geschäftsentwicklung unserer neueren Produkte setzte sich weiter fort. Der Umsatz von Consumer Health wuchs wpb. um 3,6 % auf 1.425 Mio. €. Bei Crop Science konnten wir den Umsatz trotz eines weiterhin schwachen Marktumfelds auf dem Niveau des Vorjahresquartals halten (wpb. +0 %; 2.057 Mio. €). Der Umsatz von Animal Health verzeichnete einen wpb. Umsatzanstieg um 2,5 % auf 360 Mio. €. Insgesamt belief sich der Umsatz der Life-Science-Bereiche auf 8.258 Mio. € (wpb. +4,5 %). Der Umsatz von Covestro erhöhte sich wpb. leicht um 1,0 % auf 3.004 Mio. €.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Konzerns erhöhte sich um 6,0 % auf 2.682 Mio. €. Bei Pharmaceuticals stieg das EBITDA vor Sondereinflüssen deutlich um 13,4 % auf 1.421 Mio. €. Der Ergebniszuwachs ist im Wesentlichen auf die sehr gute Geschäftsentwicklung – insbesondere unserer neueren Produkte – zurückzuführen. Die Investitionen in Forschung und Entwicklung erhöhten wir wiederum überproportional. Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Consumer Health sank um 3,5 % auf 328 Mio. €. Die Ergebnisbeiträge aus dem positiven Geschäftsverlauf konnten höhere Herstellungskosten und Währungseffekte nicht kompensieren. Bei Crop Science erreichte das EBITDA vor Sondereinflüssen bei einer Veränderung von +0,6 % auf 318 Mio. € das Niveau des Vorjahresquartals. Bei Animal Health verbesserte sich das EBITDA vor Sondereinflüssen um 6,0 % auf 89 Mio. €. Insgesamt verzeichneten die Life-Science-Bereiche ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 2.118 Mio. € (+2,9 %). Covestro steigerte das EBITDA vor Sondereinflüssen deutlich um 19,5 % auf 564 Mio. €.

Das EBIT des Bayer-Konzerns stieg um 14,2 % auf 1.795 Mio. € (Vorjahr: 1.572 Mio. €). Die Sonderaufwendungen beliefen sich auf 125 Mio. € (Vorjahr: 204 Mio. €). Hierin enthalten sind im Wesentlichen Aufwendungen in Verbindung mit der vereinbarten Akquisition von Monsanto in Höhe von 52 Mio. €, für Effizienzsteigerungsmaßnahmen in Höhe von 49 Mio. € sowie Kosten für die Integration erworbener Geschäfte in Höhe von 23 Mio. €. Das EBIT vor Sondereinflüssen stieg um 8,1 % auf 1.920 Mio. € (Vorjahr: 1.776 Mio. €).

Unter Berücksichtigung eines Finanzergebnisses von – 274 Mio. € (Vorjahr: – 280 Mio. €) lag das Ergebnis vor Ertragsteuern bei 1.521 Mio. € (Vorjahr: 1.292 Mio. €). Nach Abzug eines Ertragsteueraufwands von 305 Mio. € (Vorjahr: 298 Mio. €) sowie unter Berücksichtigung des Ergebnisses nach Steuern aus nicht fortgeführtem Geschäft und Anteilen anderer Gesellschafter ergab sich für das 3. Quartal 2016 ein Konzernergebnis von 1.187 Mio. € (Vorjahr: 999 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie (gesamt) betrug 1,43 € (Vorjahr: 1,21 €). Das bereinigte Konzernergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft stieg auf 1,73 € (Vorjahr: 1,69 €).

Der Brutto-Cashflow aus fortzuführendem Geschäft stieg im 3. Quartal 2016 unter anderem aufgrund des gesteigerten EBIT kräftig um 36,1 % auf 1.951 Mio. € (Vorjahr: 1.434 Mio. €). Der Netto-Cashflow (gesamt) konnte durch eine erhöhte Mittelfreisetzung im Working Capital deutlich um 31,0 % auf 3.053 Mio. € (Vorjahr: 2.330 Mio. €) erhöht werden. Im 3. Quartal 2016 zahlten wir Ertragsteuern in Höhe von 370 Mio. € (Vorjahr: 421 Mio. €).

Die Nettofinanzverschuldung verringerte sich um 2,0 Mrd. € von 17,8 Mrd. € am 30. Juni 2016 auf 15,8 Mrd. € am 30. September 2016, im Wesentlichen durch Mittelzuflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit. Im gleichen Zeitraum erhöhten sich die Nettopensionsverpflichtungen als Saldo von Pensionsverpflichtungen und Planvermögen von 13,8 Mrd. € auf 14,5 Mrd. €, vor allem aufgrund von gesunkenen langfristigen Kapitalmarktzinsen für hochwertige Unternehmensanleihen in Deutschland und Großbritannien.

Die Zahl der Beschäftigten des Bayer-Konzerns verringerte sich zum 30. September 2016 gegenüber dem 30. September 2015 um 2,1 % auf 115.176 Mitarbeiter (Vorjahr: 117.639 Mitarbeiter). Der Personalaufwand stieg im gleichen Zeitraum um 2,7 % auf 2.806 Mio. € (Vorjahr: 2.733 Mio. €).

Dreivierteljahr 2016

Der Konzernumsatz stieg im Dreivierteljahr 2016 wpb. um 3,0 % auf 34.949 Mio. € (nominal + 0,4 %); unsere Life-Science-Bereiche trugen mit einer Steigerung von wpb. 5,0 % auf 26.120 Mio. € zum Gesamtumsatz bei.

Der Umsatz von Pharmaceuticals erhöhte sich erfreulich um wpb. 9,3 % auf 12.145 Mio. €. Bei Consumer Health verbesserten wir den Umsatz wpb. um 3,3 % auf 4.498 Mio. €. Das Geschäft von Crop Science blieb auf Vorjahresniveau (wpb. +0,6 %; 7.511 Mio. €). Der Umsatz von Animal Health stieg um wpb. 5,2 % auf 1.194 Mio. €. Bei Covestro verringerte sich der Umsatz wpb. um 2,6 % auf 8.829 Mio. €.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Bayer-Konzerns stieg erfreulich um 9,4 % auf 9.123 Mio. € (Vorjahr: 8.340 Mio. €). Grund hierfür waren deutlich gestiegene Absatzmengen und gesunkene Herstellungskosten. Die gute Geschäftsentwicklung erreichten wir trotz Dissynergien aus der Verselbstständigung von Covestro und dem Verkauf von Diabetes Care sowie höheren Investitionen für Forschung und Entwicklung. Ergebnismindernd wirkten sich Währungseffekte von etwa –100 Mio. € aus. Pharmaceuticals verbesserte das EBITDA vor Sondereinflüssen deutlich um 14,2 % auf 4.034 Mio. €. Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Consumer Health ging um 3,0 % auf 1.039 Mio. € zurück. Die Ergebnisbeiträge aus dem guten Geschäftsverlauf konnten die höheren Herstellungskosten und Währungseffekte von etwa –60 Mio. € nicht kompensieren. Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Crop Science blieb auf dem Niveau des Vorjahres (+0,5 %; 2.070 Mio. €), während Animal Health eine leichte Ergebnissteigerung um 1,6 % auf 311 Mio. € verzeichnete. Insgesamt erzielten die Life-Science-Bereiche eine Steigerung des EBITDA vor Sondereinflüssen um 8,3 % auf 7.512 Mio. €. Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Covestro stieg deutlich um +14,9 % auf 1.611 Mio. €.

Das EBIT des Bayer-Konzerns erhöhte sich kräftig um 17,5 % auf 6.253 Mio. € (Vorjahr: 5.320 Mio. €). Die Sonderaufwendungen beliefen sich in Summe auf 501 Mio. € (Vorjahr: 703 Mio. €). Das EBIT vor Sondereinflüssen stieg deutlich um 12,1 % auf 6.754 Mio. € (Vorjahr: 6.023 Mio. €).

Unter Berücksichtigung eines Finanzergebnisses von – 903 Mio. € (Vorjahr: – 841 Mio. €) erzielten wir ein Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von 5.350 Mio. € (Vorjahr: 4.479 Mio. €). Das Finanzergebnis beinhaltete insbesondere ein Zinsergebnis von –401 Mio. € (Vorjahr: –409 Mio. €), Kurssicherungskosten in Höhe von 232 Mio. € (Vorjahr: 187 Mio. €) sowie Aufwendungen für die Aufzinsung von Pensions- und sonstigen Rückstellungen von 209 Mio. € (Vorjahr: 220 Mio. €). Nach Abzug eines Steueraufwands von 1.210 Mio. € (Vorjahr: 1.057 Mio. €) erreichten wir ein Ergebnis nach Ertragsteuern von 4.140 Mio. € (Vorjahr: 3.422 Mio. €). Unter Berücksichtigung des Ergebnisses nach Steuern aus nicht fortgeführtem Geschäft und Anteilen anderer Gesellschafter ergab sich insgesamt ein Konzernergebnis von 4.078 Mio. € (Vorjahr: 3.497 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie (gesamt) verbesserte sich auf 4,93 € (Vorjahr: 4,23 €) und das bereinigte Konzernergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft auf 6,15 € (Vorjahr: 5,74 €).

Der Brutto-Cashflow aus fortzuführendem Geschäft stieg deutlich um 23,0 % auf 6.881 Mio. € (Vorjahr: 5.596 Mio. €). Trotz einer erhöhten Mittelbindung im Working Capital stieg der Netto-Cashflow (gesamt) durch den Zufluss aus dem Verkauf des Diabetes-Care-Geschäfts um 26,8 % auf 6.357 Mio. € (Vorjahr: 5.013 Mio. €). Im Netto-Cashflow waren Ertragsteuerzahlungen in Höhe von 1.578 Mio. € (Vorjahr: 1.217 Mio. €) enthalten. Die Nettofinanzverschuldung verringerte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2015 (17,4 Mrd. €) um 1,6 Mrd. € auf 15,8 Mrd. € zum 30. September 2016. Die Nettopensionsverpflichtungen erhöhten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2015 von 10,8 Mrd. € auf 14,5 Mrd. €, insbesondere aufgrund gesunkener langfristiger Kapitalmarktzinsen für hochwertige Unternehmensanleihen.

1 Die währungs- und portfoliobereinigte Umsatzveränderung zeigt die prozentuale Veränderung der Umsatzerlöse ohne den Einfluss von Wechselkurseffekten sowie den für die jeweilige Geschäftseinheit wesentlichen Akquisitionen und Desinvestitionen. Bei den Wechselkurseffekten wird grundsätzlich die im jeweiligen Land gültige funktionale Währung zur Berechnung herangezogen. Davon abweichend wird in Brasilien und Argentinien, hauptsächlich bei Crop Protection, eine geschäftsbedingte Anpassung der jeweiligen funktionalen Währung an den USD vorgenommen.

2 Die (nominale) Umsatzveränderung ist eine relative Kennzahl. Sie gibt die prozentuale Veränderung der Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr an.